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Bio-Branche traf sich in Augsburg

BioNord in Hannover

Kernwerte in den Fokus rücken
Am Sonntag, dem 11. September fand in Augsburg die Fachmesse BioSüd statt. 440 Ausstellende und 2.728 Besuchende nutzten die Chance, sich über Neuprodukte und Angebote zu informieren – vor allem aber, um den direkten Austausch im Gespräch zu pflegen. „Ein gelungener Abschluss des BioMessen-Jahres 2022“, stellt Veranstalter Wolfram Müller fest. „Sowohl beim Besuch als auch bei den ausstellenden Unternehmen geht der Trend ganz eindeutig in Richtung Normalität, wie wir bereits eine Woche zuvor auf der BioNord feststellen konnten.“

Auch in Augsburg standen natürlich die aktuellen ökonomischen und politischen Entwicklungen im Mittelpunkt der Gespräche. Ministerialdirigent Ludwig Wanner, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, zeigte sich optimistisch, dass die aktuelle Krise nur zu einer Delle, nicht aber zu einer grundsätzlichen Trendwende im Bio-Markt führen werde. Er betonte den hohen Stellenwert, den die Bayerische Staatsregierung dem Thema beimesse und versprach: „Wir werden uns weiterhin dafür stark machen, dass wir unsere hoch gesetzten strategischen Ziele erreichen. Mit dem Landesprogramm ,Bio-Regio 2030‘ fördern wir aktiv Bildung, Beratung, Förderung, Forschung.“ Ebenso wichtig sei natürlich die Vermarktung: „Wir wollen unser Bayerisches Bio-Siegel, das ökologische Qualität und Regionalität kombiniert, aktiv weiterentwickeln und so wichtige Zukunfts-Impulse setzen“, so Wanner, der sich Zeit für einen ausgiebigen Rundgang und intensive Gespräche nahm.

Kathrin Jäckel, Geschäftsführerin Bundesverband Naturkost Naturwaren BNN e.V., wiederholte die Forderung an die Politik, die sie im Namen der Branche bereits auf der BioNord in Hannover gestellt hatte. Auch wenn Bio als Trend weiterhin gesetzt sei, so sei die Situation für die größtenteils mittelständischen Unternehmen aktuell extrem herausfordernd. „Die Bio-Branche steht für kürzere Wertschöpfungsketten, für sorgfältiges qualitätsorientiertes Arbeiten, hier spielt das Handwerk noch eine besondere Rolle. Die Leistungen, die sie für die Transformation der gesamten Wirtschaft erbringen, dürfen in dieser Krise nicht ausgebremst werden. Sie brauchen jetzt effektive Unterstützung durch die Politik.“

Die Podiumsdiskussion „12 Uhr mittags“ widmete sich ebenfalls der Frage nach der Zukunft des Bio-Fachhandels. Besonders im Fokus stand bei der lebhaften Diskussion die Frage, wie die Kernthemen der Branche, zum Beispiel die Nachhaltigkeits- und Klimaschutzleistungen, die sie erbringt, über Kommunikation und Bildung besser an die Verbraucher:innen vermittelt werden könnten. Dabei gehe es besonders darum, die nächste Generation von Bio zu begeistern, waren sich die Teilnehmenden einig. Dieser Prozess sei bereits auf dem Weg: „Mit jedem neuen Mitarbeiter kommt ja die junge Generation in die Betriebe und damit neue Impulse und Veränderung“, stellte Lazaro Campuzano (Demeter Felderzeugnisse), fest. Wichtig sei das gerade in der Außenkommunikation, betonte Thomas Börkey-Biermann (Ökoring). Die Branche müsse zuhören: „Es gibt neue Wünsche, Gedanken, Sorgen und Bedürfnisse. Wir sollten uns nicht nur immer miteinander beschäftigen.“ Die zentralen Werte und der Mehrwert von Bio seien von Anfang an das gewesen, was Bio im Fachhandel ausmache. „Welches Bio wir anbieten können, dass wir einfach mehr bieten können, dass wir Bio nicht nur verkaufen, sondern wirklich mit vollem Herzen dahinter stehen. Diese Werte, die hinter dem Produkt stehen, die wollen wir sichtbar machen“, fasste Eva Kiene (Rapunzel) zusammen.

„Die Bio-Branche spürt die aktuellen Herausforderungen und schätzt die Lage realistisch ein Gleichzeitig ist bei einer großen Mehrheit der Akteurinnen und Akteure eine Rückbesinnung auf die Kernwerte und den Pioniergeist der Branche spürbar, dazu auf breiter Ebene die Bereitschaft, Krisen als Chancen zu begreifen“, bilanziert BioMessen-Veranstalter Matthias Deppe.

Im nächsten Jahr startet das BioMessen-Jahr 2023 mit der BioOst (2. April, Leipzig) und der BioWest (16. April, Düsseldorf).

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